A matter of time
Lichtinstallation, 2017
Stahl, LED-Leiste, Motor, Mikrocontroller, DC Wandler, Transistor, Netzteil, Kabel
190x135 cm








Die Installation A matter of time setzt sich mit Zeit und der Frage nach deren Messbarkeit auseinander. Sie nähert sich formal und inhaltlich jenem Zeitsystem, das auf die Umdrehung der Himmelskörper Bezug nimmt und unseren Alltag in exakte Zeiteinheiten gliedert und strukturiert. Dabei konzentriert sich die Arbeit auf das immaterielle Phänomen Licht, das Ausgangspunkt einer konzeptuellen Annäherung zum Verhältnis von Sonnensystem und Zeit wird und sich selbstreferentiell auf das ihr zugrunde liegende Material bezieht.
Bestehend aus einer auf das Minimum reduzierten geometrischen Zylinderform, einer Lichtleiste und einer offen gelegten Motorsteuerung spielt A matter of time direkt auf das Sonnensystem an. Dieses braucht, um sein Zentrum einmal zu umrunden, etwa 225 Millionen Jahre.
Analog zu dieser Zeitdauer, auch galaktisches Jahr genannt, wird die Lichtleiste in meiner Installation rotieren. Obgleich als 360°-Umdrehung programmiert, ist die Rotation der Lichtschiene nicht sichtbar. Denn die Umrundung der Zylinder-Umlaufbahn ist so programmiert, dass sich die Schiene zwar bewegt, jedoch so minimal, dass sie für das Auge der BetrachterInnen nicht sichtbar ist und auch im Verlauf eines menschlichen Lebens nicht erkennbar sein wird.
Es ist also die Dauer der Zeit, die hier zum Ausdruck kommt, ebenso wie die Unmöglichkeit, diese durch wahrnehmbare Veränderung nachzuvollziehen. Entgegen alltäglicher Situationen, in denen uns der Zeitverlauf durch Wandlung und Veränderung permanent bewusst wird, spielt A matter of time auf eine Zeiterfahrung an, die sich rein in Gedanken über die Zeit manifestiert. Die Referenz auf das Sonnensystem spiegelt dabei die Urform der Zeitbestimmung wider, die sich nach den Gestirnen richtete und die Grundlage heutiger Zeitmessungen bildet.











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