Ohne Titel
Soundinstallation, 2012
Holz, Kabel, Audioverstärker, Audiointerface
Dimensions variable








Mehrere Verlängerungskabel hängen in symmetrischer Anordnung von der Decke. Aus ihnen erklingen unterschiedliche Soundfragmente, die sich aus Aufnahmen des alltäglichen Gebrauchs der Kabel generieren. Die in einigen Kupplungen eingebauten Mikrofone nehmen gleichzeitig das abgespielte Tonmaterial auf und geben es über Lautsprecher wieder, wobei die Verlängerungskabel sowohl als Erzeuger als auch Träger von Klanginformation dienen. Auf diese Weise wird ein autarkes soundpattern geschaffen.
Das Geräusch der Steckverbindung wird in eine Klangkomposition übersetzt, indem es durch Dekonstruktion aus dem Funktions-zusammenhang gelöst und in eine neue Form gebracht wird. Somit wird jenen Elementen des Alltags, die nur mehr peripher oder nicht mehr bewusst wahrgenommenen werden, eine neue Bedeutung gegeben. Die begehbare Rauminstallation ermöglicht es den RezipientInnen, unter den Kupplungen verschiedene Standpunkte einzunehmen. Durch das Abgehen des environments werden unterschiedliche akustische Wahrnehmungen angeeignet und zumTeil auch erzeugt. In ihrer Symphonie ergeben die Aufnahmen ein diffuses Klangbild, dass das Alltägliche neu kontextualisiert und abstrahiert.











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