about


Artist statement

Miriam Hamann lebt und arbeitet in Wien.

Im Spannungsfeld von installativen und skulpturalen Arbeiten liegt der Fokus ihrer künstlerischen Auseinandersetzung auf der Frage, wie unsere Realität strukturiert ist. Was formt unsere direkte Umgebung, welche Ordnungssysteme haben wir uns auferlegt? Was bringt uns einem Verständnis unserer Welt näher?
In ihren Arbeiten nimmt Miriam Hamann Bezug auf Naturphänomene, wissenschaftliche Beobachtungen und technologische Erkenntnisse, die unsere Realität prägen und zu ordnen versuchen. Gleichzeitig gilt ihre Aufmerksamkeit auch jenen kleinen, subtilen Dingen, die unsere Realität formen, jedoch oft unbeachtet bleiben. Dabei spielt die skulpturale Objekthaftigkeit alltäglicher Gegenstände und deren De- und Rekontextualisierung eine ebenso wichtige Rolle wie das Immaterielle. Hauptaugenmerk gilt dabei den nicht-materiellen „Stoffen“ Sound und Licht, die von ihrer Umgebung sowie ihrer ursprünglichen Funktion abgekoppelt werden und als Bausteine neue Architekturen und Raumwahrnehmungen schaffen.



Miriam Hamann
Text: Claus Friede (Kurator & Autor)

Miriam Hamann taucht mit ihren Werken in unsere Lebensrealität ein und taucht wieder auf mit klaren, reduzierten, höchst ästhetischen Installationen und Objekten. Licht und Sound spielen eine gewichtige Rolle. Zwischen Objects Trouvés und alltäglicher Werksanfertigung kühlt die im oberösterreichischen Wels geborene Künstlerin den ersten physischen Eindruck – die psychischen Gefühlswelten lässt sie aber schließlich doch im Immateriellen erwachen. An der weißen Wand hinter ihr hängt nichts, geleerte Reduktion.
In Wien lebend, im Ausland gereist, studiert, gearbeitet: Frankreich, Norwegen, Finnland, Niederlande, Deutschland – in Europa ist sie mit sich und den Arbeiten zuhause. Acht Preise und Stipendien und acht Residency-Aufenthalte. Wenn die Acht kippt wird sie unendlich.
Ein wenig Physik, etwas Technologie, eine Portion Naturwissenschaft und viele künstlerische Prozesse zur Erfassung ihrer und unserer Umgebung. Raum- und Zeitwahrnehmung sind sich ergänzende und immerwährende Dimensionskomponenten. Das Große im Subtilen erfassen.
Seit 2012 ist ihr Werk in Ausstellungen zu sehen, fokussiert auf örtliche Gegebenheit, Architektonik und zeitliche Zusammenhänge. Aus Arbeit entsteht Arbeit.
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