50 Hz
Soundinstallation, 2017
Stahl, Oszillator, Trafo, Kabel
180x13x0,5 cm








Die Arbeit 50 Hz bezieht sich inhaltlich auf jene Zeitdarstellung, die sich nach der Frequenz im elektrischen Netz richtet. Obgleich viele Uhren heute digital gesteuert werden, richten sich weiterhin zahlreiche Zeitmesser mit Synchronmotoren nach der Frequenz im elektrischen Netz. Dabei entsprechen 50 Schwingungen des Wechselstroms einer Sekunde der Netzzeit. Da es durch Frequenzschwankungen zu Abweichungen der Netzzeit kommen kann, werden diese Netzzeitabweichungen stetig mit der Weltzeit verglichen und wiederum durch Frequenzveränderungen ausgeglichen.
Diesem Phänomen wird in 50 Hz Ausdruck verliehen, indem ein formal an einen Uhrzeiger angelehntes Stahlband nicht nur als skulpturale Form im Raum gezeigt wird, sondern ein am Stromnetz angeschlossenen Oszillator das Band zusätzlich in Schwingung bringt. Analog zur Netzfrequenz von 50 Hz oszilliert der Stahl und erzeugt dabei einen subtilen Klang, der gleich einem steten Brummen das skulpturale Element der Arbeit um ein auditives erweitert. In der Referenz auf das elektrische Wechselstromnetz und dessen Rolle bei der Messbarkeit von Zeit thematisiert und hinterfragt 50 Hz die Vorstellung von Zeit als linearer Größe.

Technische Assistenz: Gregor Göttfert











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